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Es ist offiziell: Der neue Opel Corsa E

Opel hat soeben offiziell den neuen Corsa angekündigt, einen der Stars des kommenden Pariser Automobilsalons Paris, neben Modellen wie dem Volkswagen Passat. Die fünfte Generation des deutschen Kleinwagens, die Ende dieses Jahres auf den Markt kommt, stellt ein weiterentwickeltes Produkt dar, als man auf den ersten Blick vermuten würde, und hat Änderungen in praktisch allen wesentlichen Bereichen erhalten.
Wie die Spionagefotos bereits vermuten ließen, verbindet das Design des neuen Corsa die Grundlinien des Vorgängers mit Merkmalen, die die neuesten Produkte von Opel kennzeichnen. Die Front gewinnt deutlich an Ausdruckskraft, indem sie Formen übernimmt, die vom Adam inspiriert sind, und sie fällt durch große, flügelförmige Scheinwerfer auf, die LED-Tagfahrlichter besitzen, die deutlicher sichtbaren Sicken der Motorhaube, den größeren und tiefer positionierten Kühlergrill wie beim Adam sowie die markanteren Linien im unteren Bereich der Stoßstange, deren Aussparungen für die Nebelscheinwerfer neu gestaltet wurden.

Seitlich ist ebenfalls die charakteristische gebogene Sicke zu erkennen, wie sie auch bei anderen Opel-Modellen vorkommt, dazu die Gürtellinie, die kurz vor den Rückleuchten stärker hervortritt. Die Fensterrahmen verändern sich gegenüber der vierten Generation leicht, besonders an der D-Säule, und je nach Ausstattung verfügen sie über eine verchromte Leiste, die dem Fahrzeug ein etwas edleres Erscheinungsbild verleiht.
Anders als beim Corsa D bietet die fünfte Generation nicht zwei unterschiedliche Heckdesigns je nach Türenzahl, sondern wird in beiden Varianten identisch sein. Die auffälligste Änderung ist die Form der Rückleuchten, die nun relativ an die des Meriva erinnern und etwas an Eigenständigkeit gegenüber denen des bisherigen Corsa verlieren. Außerdem entfallen die kleinen Schutzleisten an den Enden der Stoßstange.

Wer meint, dass die Weiterentwicklung des Exterieurs zu zurückhaltend ausfällt, wird vom Innenraum eine andere Empfindung haben. Der Innenraum des Corsa brauchte dringend eine Auffrischung, und Opel hat in diesem Bereich seine Hausaufgaben gemacht. Das Lenkrad ähnelt nun deutlich den aktuellen Modellen der Marke, und auch die Instrumententafel wirkt durch das neue, größere Digitaldisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser sowie die Beleuchtung von deren Umrandung modern.
Bei der Ausstattung, die auf den ersten offiziellen Fotos gezeigt wird, wurde der Bildschirm der Mittelkonsole, über den das System IntelliLink bedient wird, von oben in die Mitte verlegt, direkt unter die neuen, horizontalen Luftdüsen, die dezenter, aber auch weniger originell wirken. Der mittlere Bereich der Konsole wird von neuen geschwungenen Linien umrahmt, die gefälliger sind als die geradlinigen des Vorgängers, und die Anordnung der Tasten wurde verändert.

Noch wichtiger ist der Qualitätssprung, der im Innenraum spürbar ist. Obwohl dies vom gewählten Ausstattungsniveau abhängt und man abwarten muss, ob sich dieser Eindruck persönlich bestätigt, lautet der erste Eindruck anhand der Fotos, dass der neue Corsa in diesem Punkt deutlich zugelegt hat und nicht mehr so einfach wirkt wie früher. Außerdem betont Opel in der Pressemitteilung, dass die Schalldämmung verbessert wurde, um den Komfort der Insassen zu erhöhen.
Die wichtigste Neuerung in der Motorenpalette ist der neue 1.0 Ecotec mit drei Zylindern, Direkteinspritzung und Turboaufladung, der in zwei Leistungsstufen angeboten wird: eine leistet 90 PS, die andere 115 PS. Beide erzeugen 170 Nm ab 1.800 U/min, verfügen über Start/Stopp-System und werden mit dem neuen, effizienteren und weicher schaltenden Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert.

Wer eine mittlere Benzinoption bevorzugt, kann den aufgeladenen 1.4 mit 100 PS und 200 Nm maximalem Drehmoment wählen, ebenso die saugenden 1.2 und 1.4, die bereits die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Das Dieselangebot umfasst den 1.3 CDTI in Varianten mit 75 und 95 PS, zu denen im kommenden Frühjahr noch weiter emissionsärmere Versionen hinzukommen.
Neben dem neuen Schaltgetriebe umfasst die Getriebepalette außerdem eine Sechsstufen-Automatik und das neue automatisierte Schaltgetriebe Easytronic 3.0, dessen Gangwechsel weicher ausfallen sollen, ebenso wie beim konventionellen Schaltgetriebe.

Opel erklärt, dass das Fahrwerk des neuen Corsa kein einziges Bauteil mit der Generation teilt, die es ersetzt. Dank der höheren Steifigkeit des Hilfsrahmens und des um fünf Millimeter tiefer liegenden Schwerpunkts gewinnt das Fahrverhalten an Stabilität und Komfort, wozu auch die neue Dämpferabstimmung beiträgt, die Fahrbahnunebenheiten besser filtert.
Die Ingenieure von Opel haben die Geometrie und die Kalibrierung der elektrischen Servolenkung verändert, um die Präzision beim Lenken zu erhöhen. Außerdem kann der Fahrer einen City-Modus aktivieren, der einen kleineren Wendekreis bietet und das Rangieren erleichtert. Fahrwerk und Lenkung verfügen über zwei Einstellungen, Comfort und Sport, um sich den Vorlieben des Fahrers anzupassen.

Die Ausstattung des Corsa wird durch Sicherheitssysteme ergänzt, die es im Modell bisher nicht gab, etwa die Totwinkel-Warnung, die Warnung beim unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur bzw. Spurwechselassistent, die Erkennung von Verkehrszeichen oder die Warnung vor Kollisionsgefahr. Weitere wichtige Neuerungen sind das Einparkhilfesystem (Advanced Park Assist) und die Anfahrhilfe am Berg (Hill Start Assist).
Selbstverständlich dürfen die inzwischen nahezu unverzichtbaren Konnektivitätsfunktionen mit mobilen Geräten im Infotainmentsystem nicht fehlen. Das mit iOS und Android kompatible IntelliLink erlaubt die Nutzung von Apps wie Siri Eyes Free, BringGo oder TuneIn. Hervorzuheben ist außerdem das Fach FlexDock im Innenraum, in dem sich Smartphones laden lassen.
Quelle | Opel
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