Honda CR-V 2012, Vorstellung und Testfahrt in München (I)

Diego G. Moreira     21 September 2012     4 min.
Honda CR-V 2012, Vorstellung und Testfahrt in München (I)

Erster Kontakt in München mit dem Honda CR-V, der vierten Generation des japanischen SUV.

Um 1997, als nur wenige Leute wussten, was ein SUV ist, kam der Honda CR-V auf den Markt. Die erste Generation blieb dem Allradantrieb, den Benzinmotoren und vor allem einem eher geländegängigen als straßenorientierten Auftritt treu.

Doch die Zeiten ändern sich, Autos werden weiterentwickelt, und inzwischen geht die Nachfrage in Richtung SUV-Optik, aber mit Eigenschaften, die eher auf der Straße als im Gelände zu Hause sind. Genau diese Veränderung fällt bei der vierten Generation des Honda CR-V besonders auf, den wir bei der europäischen Präsentation in München ausprobiert haben und der im kommenden November in den Verkauf kommt.

Bei diesem ersten Kontakt konnten wir den japanischen SUV aus nächster Nähe betrachten, der durch Fahrverhalten, Ausstattung und Spitzentechnik einen Premium-Charakter erhält. Ein Beispiel dafür ist das System, das das Fahrzeug automatisch in der Spur hält und bei Bedarf selbstständig am Lenkrad korrigiert.

Im Verlauf des Artikels gehen wir ausführlich auf das überarbeitete Design, die Ausstattung, das Motorenangebot und unsere Testfahrt mit dem CR-V ein. Ein Modell, das in 160 Ländern verkauft und für den europäischen Markt in Großbritannien gebaut wird.

Neues Innendesign und verbesserte Verarbeitungsqualität

Der Honda CR-V wurde in dieser vierten Generation außen wie innen überarbeitet, und das sagen nicht wir, sondern die Veränderungen sind unübersehbar. Das neue Außendesign verbessert die Aerodynamik und zeichnet das Modell mit einer eleganteren, auf den europäischen Geschmack abgestimmten Linie.

Das äußere Erscheinungsbild wirkt robust; vorne fallen der großflächige Kühlergrill und die LED-Tagfahrlichter auf, ein Element, das nur in Europa erhältlich ist. Seitlich ragt die Verglasung praktisch bis zur Heckklappe und verleiht dem Fahrzeug eine an einen Van erinnernde Silhouette, die dem Innenraum viel Licht gibt.

Am Heck setzt man dagegen wieder auf LED-Technik für die Rückleuchten. Die Heckklappe ist nun optional mit elektrischer Betätigung erhältlich, eine Ausstattung, die vom Accord Tourer übernommen wurde.

Auch im Innenraum gibt es zahlreiche Neuerungen, denn man hat versucht, eine niedrigere Sitzposition zu schaffen, die eher an einen Pkw erinnert. Die Qualität der Kunststoffe am Armaturenbrett wurde verbessert und weist nun weich gepolsterte Bereiche auf, allerdings gibt es auf diesem Gebiet noch Arbeit (harte Kunststoffe im Armaturenbrett sind bei japanischen Herstellern typisch). Dennoch ist die wahrgenommene Qualität hoch, und das Raumgefühl durchflutet den Innenraum.

Einige Details sind gegenüber der Vorgängergeneration unverändert geblieben, etwa die erhöhte Position des Schalthebels (ein echter Treffer) oder die Bedienelemente der Klimaanlage (die weiterhin ein rundes Design haben). Hinzu kommen praktische Details wie die gepolsterte Mittelkonsole im Bereich, an dem die Knie der Passagiere anliegen.

Die Einfachheit der Bedienelemente ist das vorherrschende Merkmal der Mittelkonsole; nur das Lenkrad wirkt etwas überladen, da es eine große Anzahl an Tasten aufweist.

Der Platz in den hinteren Sitzen bleibt auf sehr hohem Niveau; besonders die Fußfreiheit überrascht. Außerdem hat man am Kofferraum gearbeitet, der nun mit 589 Litern mehr Volumen bietet und eine niedrigere Ladekante hat, um das Verladen schwerer Gegenstände zu erleichtern.

Eine weitere Neuheit ist, dass man vom Kofferraum aus die Rücksitze mit nur einem Hebelzug umklappen kann, (das ist nicht neu), wobei sich die untere Sitzfläche umklappt und die obere darübergleitet, alles mit nur einem Hebel – das ist tatsächlich eine gute Innovation.

Motorenangebot und Effizienz als Ziel

Beim neuen Honda CR-V ist es der Marke gelungen, die schädlichen Emissionen um 12 % zu senken; der Verbrauch bleibt gleich, aber die Emissionen gehen zurück. Außerdem gibt es einige Verbesserungen wie die neue elektrische Lenkung, die effizienter als die bisherige hydraulische ist.

Das Motorenangebot bleibt unverändert: Auf der einen Seite gibt es den Dieselmotor 2,2 i-DTEC mit 150 CV, auf der anderen den Benziner 2.0 i-VTEC, ebenfalls mit 150 CV. Die Neuheit ist ein für 2013 angekündigter neuer Dieselmotor mit 1,6 Litern und 120 CV. Bis 2013 werden wir diesen Motor jedoch weder im CR-V noch im Civic sehen.

Die letzte Neuerung in diesem Abschnitt ist der ECON-Knopf, der bei Hybridfahrzeugen typisch ist und nun auch im CR-V eingeführt wird. Er wirkt auf das Gaspedal und die Klimaanlage, um eine effizientere Fahrweise zu ermöglichen. Zur Anzeige, ob wir effizient fahren oder nicht, leuchtet die Instrumententafel seitlich in Grün oder Blau (von mehr Eco zu weniger Eco).

Im zweiten Teil dieses ersten Kontakts in München sprechen wir über die Ausstattung, mit besonderem Augenmerk auf die technischen Verbesserungen bei der Sicherheit, und beenden unsere Testfahrt mit dem Honda CR-V.

Fotos | Diego G. Moreira

Technische Daten dieses Autos

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