Hyundai verstärkt sein Setup für den virtuellen Schaltvorgang bei leistungsstarken Elektrofahrzeugen

Javier Cantagalli     25 June 2026     2 min.
Hyundai verstärkt sein Setup für den virtuellen Schaltvorgang bei leistungsstarken Elektrofahrzeugen

Hyundai will zeigen, dass Elektrofahrzeuge nicht nur Effizienz und Leistung bieten können, sondern auch jene emotionale Bindung, die man bisher mit Verbrennungsmotoren verband.

Der südkoreanische Hersteller treibt seine Strategie weiter voran, damit seine leistungsstarken Elektrofahrzeuge ein Fahrerlebnis bieten, das spannender ist und dem der Verbrennungsmotoren näherkommt. Das Unternehmen entwickelt derzeit eine verbesserte Version des virtuellen Schaltsystems, das bereits im IONIQ 5 N debütierte. Die neue Ausführung enthält zusätzliche Elemente, die das Verhalten eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor noch realistischer nachbilden.

Informationen aus dem Umfeld von Hyundai zufolge sollen künftige Elektromodelle von Hyundai aus der N-Serie simulierte Leerlaufgeräusche, Vibrationen und sogar Knallgeräusche im Auspuff enthalten. Letztere sind den Zündaussetzern nachempfunden, die bei leistungsstarken Verbrennungsmotoren nach einem Gangwechsel auftreten. Das Hauptziel besteht darin, das Fahrgefühl emotionaler zu gestalten, indem nicht nur der Klang, sondern auch das dynamische Verhalten des Fahrzeugs angepasst wird, um das Erlebnis eines Fahrzeugs mit manuellem Getriebe und Verbrennungsmotor nachzubilden.

Hyundai Ioniq 5 N 19

Das virtuelle Schaltsystem von Hyundai, das im aktuellen IONIQ 5 N debütierte, simuliert Gangwechsel und verändert sowohl das Ansprechverhalten des Gaspedals als auch die Klangeffekte im Innenraum. Mit der neuen Ausführung will der südkoreanische Hersteller einen Schritt weitergehen.

Auch andere Hersteller gehen diesen Weg

Technische Details wurden zwar noch nicht genannt, doch das Unternehmen will sich in einem Markt abheben, in dem auch andere Hersteller auf ähnliche Lösungen setzen. Dazu gehört Porsche, das sein E-Shift-System mit simulierten Gangwechseln und Motorgeräuschen in der nächsten Überarbeitung des Taycan einführen wird.

Hyundai Ioniq 5 N 11

Alle diese Verbesserungen, die Hyundai umsetzen wird, werden Teil der neuen IMA-Plattform sein, die auf die aktuelle E-GMP folgt. Die IMA-Plattform behält die 800-Volt-Architektur bei und verspricht noch kürzere Ladezeiten, was die Attraktivität der künftigen leistungsstarken Elektrofahrzeuge der Marke steigern dürfte. Hyundai hat zwar noch keine konkreten Termine bestätigt, doch einige Schätzungen deuten darauf hin, dass die neue Generation des IONIQ 5, die auf dieser Plattform basiert, möglicherweise im Jahr 2028 auf den Markt kommen könnte.

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