Toyota fügt seiner Fahrzeugpalette auf dem japanischen Markt einen Plug-in-Hybrid-Van hinzu
Nach der Ankündigung der bevorstehenden Markteinführung in Japan plant Toyota, den Verkauf in diesem Markt in knapp über einem Monat aufzunehmen, und zwar ab dem 31. Januar 2025.
Der japanische Hersteller bietet auf seinem Heimatmarkt seit gut zwei Jahrzehnten Hybridversionen seines Luxus-Vans Alphard an. Mit der Ankunft der vierten Generation dieses Familienfahrzeugs gibt es nun wichtige Neuerungen, und eine davon ist die Verfügbarkeit einer Version mit einem fortschrittlicheren Elektrifizierungsgrad, die erstmals einen Ladeanschluss integriert.
Der neue Toyota Alphard wird damit der erste Van in Japan mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Er wird jedoch nicht der einzige bleiben, denn auch der Toyota Vellfire, eine Variante des Alphard mit sportlicherem und moderneren Design, wird denselben Weg gehen. Beide Modelle wurden im vergangenen Jahr komplett überarbeitet, und nun wird ihr Angebot um neue Plug-in-Hybrid-Versionen erweitert.

Beide Modelle, die ausschließlich mit sechs Sitzen erhältlich sind, teilen sich in diesen neuen Plug-in-Hybrid-Versionen dasselbe Batteriepaket. Der japanische Hersteller hat zwar die Kapazität nicht offengelegt, nach eigenen Schätzungen sollte damit aber eine Strecke von rund 73 km ohne einen einzigen Tropfen Benzin im rein elektrischen Modus möglich sein, gemäß dem WLTP-Testzyklus.
Diese neuen Plug-in-Hybrid-Versionen beider Vans zeichnen sich außerdem durch die Unterstützung des Gleichstromladens aus, mit einer maximalen Ladeleistung von 50 kW. Damit verspricht der Hersteller, dass eine Ladung auf 80 Prozent in etwas weniger als 40 Minuten möglich ist, wobei jedoch nicht angegeben wird, bei welchem Ladestand der Ladevorgang begonnen werden muss, um diesen Wert zu erreichen.
Weitere technische Daten im Überblick
Toyota setzt auf zwei Elektromotoren, einen pro Achse, zusammen mit einem 2,5-Liter-Benzinmotor, die gemeinsam eine Leistung von 302 CV liefern können. Das System E-Four von Toyota sorgt zudem dafür, dass die Traktion jederzeit angemessen und zugleich möglichst effizient ist.
Darüber hinaus ist hervorzuheben, dass das Batteriepaket dieser Plug-in-Hybrid-Versionen den Schwerpunkt dieser Vans um 35 Millimeter absenkt im Vergleich zu den herkömmlichen Hybridversionen. Es handelt sich daher um Fahrzeuge mit einer höheren Stabilität, insbesondere auf kurvenreichen Straßen.

Der zusätzliche Ladeanschluss ermöglicht es ihnen außerdem, als Energiespeicher zu fungieren, da sie das bidirektionale Laden unterstützen. Der Benzinmotor arbeitet dabei als Stromgenerator, was in Notsituationen sehr nützlich sein kann: Mit einem vollen Tank kann er genug Energie für etwa fünfeinhalb Tage liefern, bei einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von rund 10 kWh.
Nur für diejenigen mit einem gut gefüllten Budget
Auf dem japanischen Markt kostet der Plug-in-Hybrid Alphard umgerechnet etwa 65.000 Euro, also mehr als das Doppelte der Einstiegsversion dieses Vans mit Hybridsystem und Vorderradantrieb. Die Plug-in-Hybrid-Version des Vellfire wiederum wird im Umrechnungskurs etwas teurer und liegt bei rund 66.000 Euro. Optisch unterscheidet sich Letzterer, wie bereits erwähnt eine etwas sportlichere und modernere Variante, durch exklusive 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine hochwertigere Dachverkleidung und Holzdetails am Lenkrad.

Nach der Markteinführung der Plug-in-Hybrid-Versionen von Alphard und Vellfire in Japan wird es interessant sein zu sehen, ob Lexus, die Luxusmarke von Toyota, mit ihrem Luxus-Van LM denselben Weg einschlägt.
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