Wir testen Opel OnStar: was es ist, wie es funktioniert und was es kostet

Diego G. Moreira     9 December 2016     8 min.
Wir testen Opel OnStar: was es ist, wie es funktioniert und was es kostet

Die Opel-Reihe ist serienmäßig mit dem System OnStar ausgestattet, einer Technologie, mit der sich das Fahrzeug im Notfall oder bei einem Unfall orten lässt. Was ist das und was kostet es?

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Seit einigen Monaten gehört zur Serienausstattung der Opel-Reihe ein weiteres Element, das Opel OnStar. Es handelt sich nicht um eine Funktion, die ausschließlich dem Auto vorbehalten ist, sondern um eine ganze Technologie, die viele Marken in ihre Modelle integrieren. Der deutsche Hersteller hat sie jedoch mit zusätzlichen Funktionen und Diensten erweitert, die nicht jedem bekannt sind.

Nachdem wir es bereits mehrfach ausprobiert und alle möglichen Fragen gestellt haben, wollten wir das Opel OnStar gründlich analysieren. Wir verraten Ihnen alles darüber, wie dieses besondere Ausstattungsmerkmal funktioniert, welche Funktionen es bietet und sogar, was es nach Ablauf der Testphase kostet.

Was ist Opel OnStar?

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Im Kern handelt es sich um eine Technologie – ein Modul, eine Antenne und eine integrierte SIM-Karte –, mit der das Fahrzeug jederzeit geortet werden kann. Im Falle eines Unfalls benachrichtigt das System automatisch die Rettungsdienste (das ist nichts Neues, denn die PSA-Gruppe hat ebenfalls eine eigene Technologie, wie auch andere Marken). Auffällig ist jedoch das Spektrum an Diensten, das über das Übliche hinausgeht. Das System OnStar bietet einen rund um die Uhr erreichbaren Assistenten, der (kostenlos und direkt aus dem Auto) bei jeder Panne angerufen werden kann. Außerdem können Routen an das Navigationsgerät gesendet und der Zustand des Fahrzeugs aus der Ferne überprüft werden (bei den Parametern, die vom Steuergerät des Autos überwacht werden). Zudem gibt es WLAN im Auto sowie eine App für das Smartphone, mit der sich das Fahrzeug beispielsweise aus der Ferne verriegeln lässt.

Funktionen von Opel OnStar

Ortung im Notfall

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Das System Opel OnStar ortet das Fahrzeug jederzeit per Satellit. Werden die Airbags ausgelöst, stellt es automatisch eine Verbindung zur OnStar-Zentrale her (in Luton, wo Personal mit Spanischkenntnissen arbeitet). Von dort wird das Fahrzeug automatisch über die Freisprecheinrichtung kontaktiert. Nach Einschätzung der Lage und falls nötig, wird eine Verbindung zur Notrufzentrale 112 (nationale Notdienste) hergestellt, wobei die genaue Position des verunglückten Fahrzeugs übermittelt wird.

Dieses System lässt sich auch im Falle eines Notfalls bei einem der Insassen nutzen: Man drückt einfach die Taste „SOS“, woraufhin automatisch die Verbindung zur OnStar-Zentrale hergestellt wird und bei Bedarf eine Verbindung zur Notrufzentrale 112 erfolgt. Ebenso nützlich ist es bei einer Panne: Mit einem Druck auf die Taste „OnStar“ wird die OnStar-Zentrale kontaktiert, die einen Abschleppwagen zum Pannenort schicken kann. Eine weitere Funktion dieser Technologie besteht darin, dass im Falle eines Diebstahls und nach Erstattung der Anzeige bei der Polizei OnStar das Fahrzeug per Satellit orten kann, in direkter Verbindung mit der Polizei.

Und wenn ich nicht so genau geortet werden möchte? Die Satellitenortung lässt sich jederzeit direkt über OnStar deaktivieren. Sie wird jedoch automatisch wieder aktiviert, wenn die Airbags auslösen, der Notruf betätigt wird oder das OnStar-Team in Notsituationen (etwa bei einem Fahrzeugdiebstahl) eingreift.

WLAN-Hotspot im Auto

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Eine der Paradefunktionen von OnStar ist das WLAN im Auto, über das sich bis zu 7 Geräte verbinden lassen (vom Smartphone bis zum Laptop). Dies wird durch eine Vereinbarung von Opel mit Vodafone ermöglicht, die die Netzabdeckung bereitstellt, damit sowohl das WLAN als auch die verschiedenen Kommunikationsfunktionen des Systems OnStar funktionieren. Dieser Dienst ist in den ersten drei Monaten der Nutzung oder bis zum Verbrauch von 3 GB mobiler Daten kostenlos und ermöglicht die Verbindung von bis zu 7 Geräten mit dem Internet mit 4G-Geschwindigkeit, je nach Netzabdeckung.

Besonders interessant am Internet im Auto ist, dass es in mehreren Nachbarländern im Roaming genutzt werden kann (etwa in Portugal oder Italien), ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Nach Ablauf der dreimonatigen Testphase bzw. nach Verbrauch der 3 GB muss ein Datentarif (von Vodafone angeboten) erworben werden.

Fahrzeugdiagnose

Es ist nicht neu, dass moderne Fahrzeuge mit Sensoren ausgestattet sind, die fast alle Komponenten messen und analysieren. Das erhöht die technische Komplexität – ein Thema für einen eigenen Artikel –, hat aber auch einen Vorteil: Die meisten Defekte kann das Fahrzeug selbst erkennen. Diese Informationen waren bisher nur der Werkstatt zugänglich. Dank des Systems OnStar können wir bei einem Problem die OnStar-Zentrale kontaktieren, die auf das „Bordcomputersystem“ zugreift, den Defekt überprüft und uns die weitere Vorgehensweise mitteilt (in den meisten Fällen wird es ein Werkstattbesuch sein).

Auf Wunsch sendet OnStar Ihnen monatlich eine E-Mail mit Informationen wie: Ölstand, Reifendruck und Zustand der wichtigsten Fahrzeugsysteme.

App für das Smartphone

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Die OnStar-App für Ihr Smartphone bietet einige interessante Funktionen, die bei Volumenmarken meist nicht verfügbar sind. Zu den Funktionen, die wir auf unserem Handy haben: Diagnoseinformationen des Autos, Öffnen und Schließen der Türen – über OnStar –, Ortung des Autos, wenn wir es auf dem Parkplatz nicht finden, und, sofern wir uns in der Nähe befinden, Hupe und Blinker aktivieren. Eine besonders nützliche Funktion: Wenn man die Schlüssel im Auto vergessen hat und das Fahrzeug verschlossen ist, kann man über die App OnStar anrufen. Nach Überprüfung, dass Sie tatsächlich der Eigentümer sind, wird das Auto geöffnet.

Übertragung von Routen an das GPS-Navigationsgerät (sofern unser Fahrzeug ein Navigationsgerät besitzt)

Das Bedienen des GPS während der Fahrt ist verboten und zudem gefährlich. Deshalb ist diese Funktion von OnStar interessant und innovativ. Wenn Sie ein Ziel in das Navigationsgerät eingeben möchten, rufen Sie einfach OnStar an, nennen das gewünschte Ziel, und die Route wird automatisch an das Navigationsgerät des Autos gesendet. Besonders praktisch ist dies, wenn man ein sehr konkretes Ziel sucht, etwa ein Hotel, oder einen schwer zu findenden Ort.

Weitere interessante Fakten zu OnStar

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Um all diese Dienste zu betreiben, nutzt Opel neben der Mobilfunktechnik von Vodafone ein Call-Center in Luton (Vereinigtes Königreich), in dem alle OnStar-Anrufe aus Westeuropa entgegengenommen werden. Interessant ist, dass das Personal des Call-Centers mindestens drei Sprachen spricht, um ein schnelles Reaktionsteam zu gewährleisten, das auf die Nachfragen in den verschiedenen Ländern eingehen kann. Wir haben die Übertragung von Zielen an das Navigationsgerät an einem Werktag und an einem Wochenende, tagsüber und nachts getestet. Die Reaktion von OnStar war immer schnell (nur wenige Sekunden Freizeichen).

In Spanien (seit November 2015) wurde das Notfall-Ortungssystem bei einem Unfall 22 Mal aktiviert, es gab 16 Diebstahlmeldungen und 188 Pannenhilfen. Der meistgefragte Dienst in Spanien ist die Ortung des Autos sowie das Öffnen und Schließen der Türen (mit mehr als 100.000 Vorgängen seit November 2015).

Was kostet OnStar?

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Um OnStar zu nutzen, ist eine Registrierung zur Aktivierung des Dienstes erforderlich. Dabei ist zwischen dem OnStar-Dienst selbst und dem WLAN-Hotspot zu unterscheiden. OnStar ist ein Jahr lang kostenlos, der WLAN-Hotspot hingegen nur für 3 Monate oder 3 GB Daten (je nachdem, was zuerst eintritt). Nach Ablauf des kostenlosen Zeitraums von OnStar (nicht des WLAN-Hotspots) fallen 9,95 Euro pro Monat oder 99,50 Euro pro Jahr an (die zweite Option ist günstiger). Ohne Zahlung stehen die OnStar-Dienste und die Funktionen der mobilen App nicht zur Verfügung, außer der Zustandsanalyse des Fahrzeugs per E-Mail für 4 Jahre (sofern beantragt).

Für WLAN im Auto ist nach Ablauf der 3 Monate bzw. nach Verbrauch der 3 GB ein Vodafone-Tarif erforderlich. Derzeit gibt es zwei Optionen: ein Tagestarif mit 24 Stunden bzw. 1 GB Daten für 7 Euro sowie ein Monatstarif (28 Tage) mit 5 GB Daten für 15 Euro oder 10 GB Daten für 25 Euro. Ich persönlich halte den Tagestarif bei einer Auslandsreise für vorteilhaft, da Roaming-Daten deutlich teurer sind (etwa 6 Euro pro 100 MB). Der Monatstarif lohnt sich bei intensiver Datennutzung über Laptop oder Tablet, denn 10 GB für 25 Euro liegen unter dem, was der Mobilfunkmarkt derzeit bietet.

un comentario

  1. Juan Antonio says:

    Donde lleva la tarjeta sim en el coche

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