Am Steuer des neuen elektrischen Mercedes GLC: Wenn das Fahrerlebnis alles verändert

Antonio Roncero    @roncero_antonio    19 May 2026     15 min.
Am Steuer des neuen elektrischen Mercedes GLC: Wenn das Fahrerlebnis alles verändert

Mercedes-Benz elektrifiziert den GLC. Wir sind ihn in der Version 400 4MATIC gefahren, mit 490 CV, mehr als 700 km homologierter Reichweite und einer technologischen Inszenierung, die in der Modellpalette einen Wendepunkt markiert.

Für Mercedes-Benz war es nicht leicht, mit dem neuen elektrischen GLC. Zunächst ging es nicht nur darum, einen weiteren Premium-SUV auf den Markt zu bringen und mit einem Rekordwert bei der Reichweite zu überraschen. Der GLC ist seit Jahren das meistverkaufte Modell der Marke, ihr Referenz-SUV im Mittelklassesegment und eines dieser Autos, die viele Kunden gerade deshalb kaufen, weil sie keine Experimente wollen. Deshalb ist dieser neue elektrische GLC so wichtig, und deshalb wird er als eigenständiges Modell neben dem GLC mit Verbrennungsmotor präsentiert, von Beginn an als rein batterieelektrisches Fahrzeug mit einer eigenen Plattform konzipiert.

Dieser neue GLC zeigt den Weg, den Mercedes für einen familientauglichen, premiumorientierten und reisefähigen elektrischen SUV für richtig hält. Und nach einem ersten Kennenlernen bleibt ein klarer Eindruck: Die Marke mit dem Stern hat die Messlatte höher gelegt und ein außergewöhnliches Fahrzeug auf den Markt gebracht. Die erste Version, die auf den Markt kommt, ist der Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC mit 360 kW Leistung – 489 CV –, Allradantrieb, einer nutzbaren Batterie mit 94 kWh, einer 800-Volt-Architektur und einer homologierten Reichweite von bis zu 707 km, wobei die Einstiegsversion bei 666 km beginnt. Später folgen Versionen mit “Single Motor” und Heckantrieb.

Das Erste… und das Beste: Er sieht immer noch aus wie ein GLC

Mercedes hat aus seinen ersten Elektroautos der EQ-Reihe etwas Wichtiges gelernt: Viele Kunden wollen nicht, dass ein Elektroauto allein deshalb anders aussieht, weil es elektrisch ist. Sie wollen Reichweite, Schnellladen, Ruhe und Effizienz. Gleichzeitig wünschen sie sich eine markante SUV-Karosserie, ohne dass es wie ein Raumschiff wirkt, eine gute Sitzposition, einen Kofferraum, bei dem man beim Packen für eine Reise nicht Tetris spielen muss, Qualität und einfache Bedienung. Genau dort scheint dieser elektrische GLC seinen Platz zu finden.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Die Wahrheit ist, dass die Elektrifizierung die Leistung in gewisser Weise demokratisiert hat. Heute kann jeder Hersteller ein Elektrofahrzeug mit Leistungswerten anbieten, wie man sie sonst von V8-Motoren kennt, eine Batterie mit rund 100 kWh Kapazität einbauen und Reichweiten von über 600 km sowie Leistungs- und Ladezeiten ankündigen, bei denen man nicht sofort wegschauen möchte. Es gibt kein Elektrofahrzeug der neuesten Generation, vor allem nicht bei Premiummarken, das auf dem Papier keine brillanten Leistungswerte bietet. Doch nun lautet die Herausforderung anders: Was bietet sich jenseits der technischen Daten? Und genau hier macht der neue GLC einen Schritt nach vorn und bietet ein Erlebnis, das weit über das Fahren hinausgeht.

Seine Karosserie ist 4,85 Meter lang und hat einen Radstand von 2,97 Metern, rund 8 cm mehr als der GLC mit Verbrennungsmotor. Anders als dieser wird der elektrische GLC allerdings nicht in SUV- und Coupé-Varianten aufgeteilt. Die Marke sagt, man habe sich für ein coupéartigeres Design als beim GLC-SUV mit Verbrennungsmotor entschieden, mit einem etwas flacher abfallenden Heck; in Wahrheit hat der elektrische GLC optisch aber sehr wenig vom Coupé. Unbestreitbar ist, dass er ein Mercedes-Benz ist, bei Tageslicht sofort erkennbar – und besonders nachts dank des großen Kühlergrills mit verchromtem Rahmen, der optional in einer Ausführung mit fast 1.000 hinterleuchteten Punkten erhältlich ist, die ein animationsfähiges Pixelmuster erzeugen.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Natürlich verfügt der Stern der Marke auch über eine besondere Beleuchtung, und zusammen mit den DIGITAL-LIGHT-Scheinwerfern mit Micro-LED-Technologie wird das Ver- und Entriegeln des Fahrzeugs zu einer regelrechten Zeremonie. Der Luftwiderstandsbeiwert von 0,26 ist hervorragend und wirkt sich direkt auf Effizienz und Fahrkomfort aus, überrascht aber nicht: Der iX3 wirbt mit einem cW-Wert von 0,24.

Innenraum: Das Fahrerlebnis als Argument

Ich steige in den neuen elektrischen GLC ein, und das Erste, was auffällt, ist das MBUX Hyperscreen, der größte Bildschirm, den Mercedes bisher in einem Auto verbaut hat. Er ist nicht in allen Versionen serienmäßig, bestimmt aber das gesamte Erlebnis an Bord. Auflösung, Grafiken, animierte Hintergründe und die Abstimmung mit dem Ambientelicht schaffen eine sehr eindrucksvolle Atmosphäre, besonders bei Nacht. Wenn Mercedes-Benz seine kommenden Modelle mit der Idee des „technologischen Luxus“ verbinden möchte, lässt sich nicht leugnen, dass das MBUX Hyperscreen dies erreicht. Allerdings werden nostalgische Menschen wie ich immer bemängeln, dass mit solchen Konfigurationen viel von der Persönlichkeit verloren geht, die ein Armaturenbrett als solches vermittelt – das hier schlicht nicht existiert: Das gesamte Armaturenbrett ist ein Bildschirm.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Und beim GLC ist das immer so. In den Standardversionen umfasst die Glasfläche ein 10,3-Zoll-Display für die Instrumente und einen 14-Zoll-Bildschirm für das Multimediasystem. Die nächste Stufe ist das MBUX Superscreen, das unter demselben Rahmen einen dritten 14-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer ergänzt. Mit dem spektakulären MBUX Hyperscreen ist das Display einheitlich und ohne Unterteilungen und erreicht 39,1 Zoll. Entscheidend ist jedoch, dass es sich nicht auf die visuelle Wirkung beschränkt. Die Auflösung ist dank einer Matrix-Hinterleuchtung mit über 1.000 einzelnen LEDs außergewöhnlich, die Bildschirmhintergründe sind hochdetaillierte, in elf Stilen individualisierbare Animationen, und die Farben des Displays werden mit dem Ambientelicht des Innenraums abgestimmt. Das Ergebnis ist eine Atmosphäre, die sich buchstäblich mit der Stimmung des Fahrers verändert.

Doch der Bildschirm ist nur das auffälligste Element von etwas Tieferem: das durch künstliche Intelligenz gestützte Betriebssystem MB.OS integriert erstmals in einem Auto KI-Werkzeuge sowohl von Microsoft als auch von Google. Der virtuelle Assistent MBUX nutzt, was die Marke einen „Multi-Agenten-Ansatz“ nennt: ChatGPT und Bing für allgemeine Wissensfragen, die KI-Engine für Automobile von Google mit Gemini für Navigation und Points of Interest sowie einen dritten, auf das Fahrzeug spezialisierten Agenten. Ohne längeres Zusammenleben mit dem Auto und einen ausführlichen Test lässt sich noch wenig sagen, doch das Versprechen ist klar: Man kann fast so mit dem Fahrzeug sprechen, wie man es mit einem Beifahrer täte.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Besondere Erwähnung verdient eine weitere Sonderausstattung, das Panoramaschiebedach SKY CONTROL. Ein Dach, das zonenweise zwischen transparent und blickdicht wechseln kann, ist heutzutage nichts Neues. Optional kann es aber 162 beleuchtete Sterne integrieren. Nachts oder bei der Fahrt durch einen Tunnel, wenn die Sterne den „Himmel erleuchten“ und das MBUX Hyperscreen einen seiner Hintergründe zeigt, ist der Eindruck wirklich beeindruckend.

Das Paket mit veganem Leder, weltweit das erste in einem Serienauto, das von The Vegan Society zertifiziert wurde, sowie die AGR-zertifizierten Sitze vervollständigen einen Innenraum, der neue Maßstäbe in seiner Klasse setzen will. Die Passagiere im Fond profitieren außerdem von fast 5 cm zusätzlicher Beinfreiheit gegenüber dem GLC mit Verbrennungsmotor; das sind die Vorteile einer Plattform, die von Grund auf für die Elektrifizierung konzipiert wurde. Beim Kofferraum sprechen die Zahlen für sich: 570 Liter Fassungsvermögen, die sich auf 1.740 Liter erweitern lassen, wenn man die Rücksitzlehnen umklappt. Außerdem gibt es einen vorderen Stauraum von immerhin 128 Litern, der nicht nur zum Verstauen der Kabel praktisch ist: Selbst eine Reisetasche passt hinein.

Eigene Elektroplattform

Unter der Karosserie liegt einer der Schlüssel dieses neuen GLC: die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelte Architektur MB.EA. Sie integriert 800-Volt-Technologie und unterstützt Schnellladen mit bis zu 330 kW über Gleichstrom, sodass Mercedes ankündigen kann, dass sein neues Modell in zehn Minuten bis zu 300 km Reichweite nachlädt – unter „idealen“ Bedingungen, versteht sich. Zudem ist ein Adapter enthalten, um an 400-Volt-Ladestationen zu laden; in diesem Fall ist die maximale Leistung auf 100 kW begrenzt.

Die Batterie hat eine nutzbare Kapazität von 94 kWh, ein vernünftiger Wert für einen SUV dieser Größe und Leistung, der beim GLC 400 4MATIC eine Reichweite von bis zu 707 km ermöglicht. Das ist keine Zahl, die überrascht, wenn der iX3 und der Volvo EX60 über 800 km erreichen. Dafür setzen das deutsche und das schwedische Modell aber auf Batterien mit größerer Kapazität von über 100 kWh. Das zeigt, dass Mercedes nicht einfach die größtmögliche Batterie einbauen wollte, sondern Reichweite, Effizienz und Ladeleistung in Einklang bringen wollte. Und zumindest nach dem, was wir bei diesem ersten Kennenlernen gesehen haben, gelingt das.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Ein weiteres interessantes Detail ist das Zweigang-Getriebe an der Hinterachse: Der erste, kurze Gang sorgt für starke Beschleunigung und die Anhängelast von bis zu 2.400 kg. Der zweite, längere Gang dient der Effizienz auf der Autobahn und bei konstanter Geschwindigkeit. In der Praxis kann man je nach Fahrsituation, vor allem beim Beschleunigen, manchmal den Gangwechsel bemerken. Dabei wird aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von Sanftheit, Komfort und absoluter Laufruhe gestört, das man beim Fahren des elektrischen GLC empfindet – er scheint mühelos über die Straße zu gleiten.

Und um den technologischen Teil abzuschließen: Auch das Bremssystem One-Box verdient besondere Erwähnung. Es vereint Bremskraftverstärker, Bremspumpe und ESP in einem einzigen Modul und bietet ein völlig natürliches Pedalgefühl, unabhängig davon, ob die Bremsung durch Rekuperation – in diesem Fall kann der elektrische GLC mit bis zu 300 kW bremsen – oder durch Reibung erfolgt, wenn die hydraulischen Bremsen zum Einsatz kommen. Das ist umso wichtiger, als laut der Marke bei praktisch 99 Prozent der alltäglichen Bremsvorgänge das hydraulische System gar nicht eingreift.

Am Steuer: Ruhe, Schub und viel Sanftheit

Zu sagen, dass der GLC 400 4MATIC sehr schnell ist, ist keine Überraschung für ein Elektroauto mit knapp 500 CV. Er beschleunigt kraftvoll, reagiert sofort auf das Gaspedal und ermöglicht mühelose Überholmanöver. Seine offiziellen Werte spiegeln wider, wie flott er unterwegs ist: 2,5 Tonnen von 0 auf 100 km/h in 4,3 Sekunden sind beachtlich. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 210 km/h begrenzt. Was am elektrischen GLC 400 jedoch am meisten überzeugt, ist nicht die Beschleunigung, sondern die Art, wie er die Leistung abgibt. Und zwar positiv. Mercedes hat es geschafft, dass ein so schnelles Auto nicht ruckartig wirkt und einen nicht dazu zwingt, ständig den rechten Fuß zu kontrollieren. Der GLC drückt kraftvoll, wenn man es braucht, aber auf eine gefilterte, leise und progressive Weise. Er ist schnell, vermittelt aber vor allem Kultiviertheit.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Auch die Luftfederung AIRMATIC hat ihren Anteil daran, allerdings muss man dafür in die Tasche greifen. Mit ihr fährt das Auto sehr souverän, isoliert hervorragend und vermittelt jenes Fahrgefühl, das man von einem Fahrzeug der Marke mit dem Stern erwartet. Ohne sie auf stark beschädigten Straßen ausführlicher getestet zu haben, ist der erste Eindruck, dass sie eher dem Komfort einer großen Limousine nahekommt als der harten Abstimmung, die man bei so großen und schweren Elektro-SUVs manchmal findet. Das Tüpfelchen auf dem i ist die Hinterachslenkung – ebenfalls optional, 3.200 Euro im Paket Agility & Comfort zusammen mit der AIRMATIC-Federung –, die die Größe bei Manövern kaschiert und auf kurvigen Straßen für Wendigkeit sorgt. Der GLC wird dadurch kein Sportwagen; sein natürliches Terrain scheint ein anderes zu sein: Autobahn, breite Straßen, lange Reisen und Strecken, auf denen Ruhe, Stabilität und einfache Fahrbarkeit wichtiger sind als der letzte Zehntel in einer Kurve.

Was den Verbrauch betrifft, so scheinen Fahrten von über 450 km, ohne auf die Reichweitenanzeige zu achten, für diesen Mercedes ein Kinderspiel zu sein; sogar 500 km ohne Ladepause sind ein realistisches Ziel, wenn man den Tempomat auf Autobahngeschwindigkeit arbeiten lässt. Denn auch wenn es noch nicht bestätigt ist, scheint der elektrische GLC nach dem Durchschnittswert von unter 20 kWh/100 km bei diesem ersten Kennenlernen sehr sparsam zu sein.

Der Mercedes-Benz GLC elektrisch im Vergleich zu seinen Rivalen

Unter den direkten Konkurrenten des elektrischen GLC ist der „erfahrenste“ der Audi Q6 e-tron, der technologisch nicht zurücksteht und ebenfalls eine 800-Volt-Architektur sowie eine eigene Plattform besitzt. Die Palette ist sehr umfangreich, mit Heck- oder Allradversionen, der Wahl zwischen SUV- und Sportback-Karosserie und sogar einem SQ6 mit 517 CV als Spitzenmodell. Die dem GLC 400 4MATIC am ehesten vergleichbare Version wäre der Q6 e-tron quattro mit 315 kW (428 CV) und einer Reichweite von bis zu 641 km, erhältlich ab 71.650 Euro in der Ausstattung Advanced und für 79.730 Euro in der Variante Black Line. Der Audi überzeugt durch seine ausgewogene Gesamtleistung und ein sehr stimmiges Fahrwerk.

Der neue BMW iX3 ist wohl der „gefährlichste“ Rivale mit 345 kW (469 CV) und einer homologierten Reichweite von bis zu 805 km bei der derzeit erhältlichen Version, dem 50 xDrive, der eine enorme Batterie mit mehr als 108 kWh Kapazität besitzt. Wie der Mercedes ist er ein Auto mit sehr angenehmem Fahrverhalten, im Komfort vielleicht etwas unter dem Q6. Im Vergleich zum BMW scheint der GLC ein anderes Rezept zu verfolgen: weniger Sportlichkeit, dafür mehr Komfort, Ruhe und Erlebnis an Bord.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Ein weiteres interessantes Modell, das gerade auf den Markt gekommen ist, ist der Volvo EX60, der mit skandinavischem Design, Sicherheit und Effizienz punktet. Sein Preis macht den EX60 zu einem der günstigsten Modelle seiner Kategorie, steht aber in Sachen Qualität, Innenraumgestaltung und Technik nicht zurück. Die Version P10 AWD verdrängte den iX3 in seiner kurzen Regentschaft als Elektroauto mit der größten in Spanien erhältlichen Reichweite, mit 810 km nach WLTP-Werten, allerdings hielt sich auch diese Ehre für den EX60 nicht lange, denn heute liegt sie beim neuen Mercedes-Benz EQS, der über 900 km schaffen kann. Dafür gehört der Volvo zu den Modellen, die besonders schnell laden können, und gewinnt in 10 Minuten bis zu 340 km zurück.

Preis und Ausstattung für Spanien

Der neue Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC elektrisch startet in Spanien bei 77.125 Euro. Serienmäßig enthalten sind die Linie AVANTGARDE, das Panoramadach, LED-Hochleistungsscheinwerfer, das Parkpaket mit Rückfahrkamera, elektrisch verstellbare Sitze mit Lendenwirbelstütze, eine Klimaautomatik, Smartphone-Integration, kabelloses Laden und das Paket Advanced Plus mit digitalen Extras. Zudem ist für unseren Markt das Paket Plug&Go mit Ladegerät und inbegriffener Installation enthalten, ebenso das Paket Advanced Plus mit dem beleuchteten Kühlergrill, dem Panoramadach, dem Innenraum-Ambientelicht und der mittleren Konfiguration des MBUX-Bildschirms. Das spektakuläre „Hyperscreen“ ist Teil des optionalen Premium-Pakets, das hochwertige Sitze, die Burmester-4D-Audioanlage, ein beleuchtetes Sternenmuster am Dach und digitale Leuchten hinzufügt.

Es ist kein billiges Auto, liegt aber auch nicht außerhalb dessen, was ein elektrischer Premium-SUV dieser Größe, Leistung und Reichweite heute kostet. Als Orientierung: Er kostet rund 9.000 Euro mehr als der Plug-in-Hybrid GLC, der mit Benzin- und Dieselmotoren erhältlich ist, aber weniger Ausstattung bietet. Und im Vergleich zu seinen wichtigsten Rivalen beginnt der BMW iX3 50 xDrive bei 79.000 Euro; der Volvo EX60 P10 kostet 68.000 Euro; und der Q6 e-tron quattro ist ab 71.650 Euro erhältlich. Der Schlüssel liegt wie immer bei Fahrzeugen dieser Premiummarken darin, wie stark die Rechnung steigt, wenn der Kunde das Auto nach seinen Wünschen konfiguriert.

Erstes Fazit

Mit dem neuen elektrischen GLC will Mercedes-Benz den traditionellen GLC-Kunden überzeugen, dass der Wechsel zur Elektromobilität nicht bedeutet, auf das zu verzichten, was man von einem Mercedes erwartet. Und meiner Meinung nach gelingt das. Er ist komfortabel, leise, kraftvoll, sehr technologisch und praktisch genug, um als einziges Familienauto zu dienen. Reichweite und Schnellladen versprechen unkomplizierte Reisen, der Innenraum gehört zu den beeindruckendsten seines Segments, und das Fahrwerk ist hervorragend auf Komfort auf langen Strecken abgestimmt.

Mercedes GLC EV 400 4Matic 2026

Bei einem ausführlicheren Test werden wir die realen Verbräuche, die Autobahnreichweite und das dynamische Verhalten unter verschiedenen Bedingungen überprüfen. Doch als erster Eindruck zielt der elektrische GLC sehr hoch. Nicht, weil er der technologisch fortschrittlichste SUV von Mercedes ist, sondern weil er für die Marke etwas viel Wichtigeres werden könnte: das Elektroauto, das viele Kunden von Mercedes ohne Zögern kaufen würden. Denn der beste GLC aller Zeiten ist gerade erschienen… und verbraucht kein Benzin.

Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC – Bildergalerie


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