Test Audi A7 Sportback 3.0 BiTDI Competition, 326 CV, damit wir das Benzin vergessen können

Diego G. Moreira     8 November 2016     12 min.
Test Audi A7 Sportback 3.0 BiTDI Competition, 326 CV, damit wir das Benzin vergessen können

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Audi hat eine besonders spezielle Version seines 3.0 TDI BiTurbo-Motors zur Feier der 25 Jahre der TDI-Motoren auf den Markt gebracht. Diese Version mit der Bezeichnung BiTDI Competition ist im Audi A6 und Audi A7 Sportback erhältlich und leistet 326 CV in Verbindung mit dem Quattro-Antrieb. Wir konnten den Audi A7 Sportback 3.0 BiTDI Quattro Competition testen, der mit seinen 326 CV… wer braucht schon einen Benziner?

Außendesign

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Zur eleganten Linie des A7 gesellt sich die Sportlichkeit im imposanten Außenauftritt dieses Audi A7 TDI Competition, der sich vor einem S7 oder sogar dem RS7 kaum verstecken muss, dank des S-Line-Sportpakets und der typischen Elemente dieser Version Competition, zu denen eine um 20 Millimeter tiefergelegte Federung, Details in glänzendem Schwarz und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen mit roten Bremssätteln gehören, unter anderem.

Am markanten Frontbereich des A7 fallen der große Kühlergrill in glänzendem Schwarz und die Scheinwerfer mit LED-Technik für alle Beleuchtungsfunktionen auf – in unserem Fahrzeug Matrix-LED-Scheinwerfer. Auch die vordere Stoßstange zeigt sportliche Linien, ebenso der hintere Bereich mit dem doppelten, rechteckigen Auspuffendrohr in Schwarz. Ein weiteres Element, das im Heck auffällt, ist der typische Spoiler des Audi A7, der ab 130 km/h auf der Autobahn automatisch ausfährt, und ein unverwechselbares Detail des A7 ist das dritte Bremslicht, das sich über die gesamte Breite der hinteren Heckscheibe erstreckt.

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An der Seitenlinie zeigen sich wiederum weitere sportliche Details, die deutlich machen, dass es sich nicht um ein konventionelles Modell handelt: von den großen 20-Zoll-Felgen mit roten Bremssätteln bis zum V6T-Emblem, das diesmal auf einen Dieselmotor und nicht auf einen Benziner verweist (obwohl den niemand vermisst). Die Felgen sind nicht die typischen des Competition mit W-förmigen Speichen, wirken aber dennoch sehr sportlich und auffällig. Sie sind mit Pirelli-PZero-Reifen in der Größe 265/35 R20 bestückt, wobei das niedrige Querschnittsprofil die klar sportliche Ausrichtung unterstreicht.

Innendesign

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Die S-Line-Ausstattung findet sich auch im Innenraum wieder, mit sportlichen Ledersitzen (1.265 Euro), die den Körper perfekt halten und sogar über eine ausziehbare Sitzfläche auf den vorderen Plätzen verfügen. Die Sitzposition ist sehr tief, der Mitteltunnel erhöht; die Sitze sind bequem und elektrisch verstellbar (wobei eine Mikroperforation wünschenswert gewesen wäre), und auch die Sicht ist gut, abgesehen vom hinteren Bereich, wo die abfallende Dachlinie die Sicht einschränkt.

Das Innendesign ist typisch Audi, mit schlichten Linien, aber erstklassiger Qualität. Ein Beweis dafür ist die Holzausstattung (Holz/Aluminium Beaufort serienmäßig) in unserem Fahrzeug, ein eigenständiges Detail, das optisch wie haptisch an das Premiumsegment erinnert, zu dem dieser Audi A7 gehört.

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Der ausfahrbare zentrale Bildschirm steht im Mittelpunkt, mit den MMI-Bedienelementen auf der Mittelkonsole (typisch Audi). Erwähnenswert ist außerdem, dass das Navigationssystem in dieser Competition-Ausstattung serienmäßig enthalten ist. Das Kombiinstrument verfügt im Zentrum über ein Farbdisplay mit verschiedenen Informationen des Bordcomputers, des Multimediasystems oder auch Karten und Navigationshinweisen.

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Auf den Rücksitzen ist genügend Beinfreiheit vorhanden, wobei die äußere Linie des Fahrzeugs seine Maße deutlich macht und die Kopffreiheit bei einer Körpergröße über 1,75 Meter knapp ausfällt. Dennoch reisen zwei Personen auf den hinteren Plätzen dieses Audi A7 wie echte Staatsoberhäupter, denn die Rücksitze verfügen über eine eigene Klimasteuerung, Aschenbecher in den Türen und eine 12-V-Buchse zum Laden von Geräten und Smartphones. Obwohl das Fahrzeug für fünf Insassen zugelassen ist, reist ein dritter Passagier auf den hinteren Plätzen nicht komfortabel, da der Mitteltunnel sehr hoch ist und die Breite des Mittelplatzes gering ausfällt (wie bei einem Coupé üblich, ist es für zwei Passagiere hinten ausgelegt).

Bei den Ablagefächern sind die Handschuhfächer in den vorderen Türen klein, doch das Hauptfach und das große Mittelfach gleichen die Türfächer mehr als aus. Auffällig ist, dass es in den Türen kleine Vertiefungen gibt, die als Aschenbecher dienen.

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Zum Abschluss dieses Innenraumüberblicks bleibt noch der Kofferraum, der groß, aber nicht sehr tief ist und ein Gesamtvolumen von 535 Litern erreicht. Allerdings sollte man beim Öffnen der Heckklappe aufpassen (vor allem in niedrigen Garagen). Verbesserungswürdig finden wir den Zugang zum hinteren Bereich des Kofferraums: Fällt ein kleiner Gegenstand – etwa ein Regenschirm oder ein Schuhkarton – in den Bereich nahe den Rücksitzen, ist er wegen der Länge des Kofferraums nur schwer zu erreichen.

Motor und Leistung: Wolf im Schafspelz

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Sicher wird niemand etwas dagegen haben, einen Audi S7 mit 450 CV zu fahren, aber stell dir einen Wagen vor, der Sportlichkeit bietet und gleichzeitig eine Fahrt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 Litern auf 100 km auf der Autobahn ermöglicht, einen Wagen mit 326 CV und einem kraftvollen Drehmoment von 650 Nm, der dich buchstäblich in den Sitz drückt, mit einer sportlichen Optik, die niemanden gleichgültig lässt. Genau das bietet Audi mit diesem A7 TDI Competition: eine mehr als vernünftige Option, um Sportlichkeit mit Praktikabilität und Effizienz zu verbinden.

Unter der Haube verbirgt dieser A7 Competition einen 3-Liter-V6-Clean-Diesel-Biturbomotor, der dank einer Reihe von Verbesserungen auf 326 CV gebracht wurde (gegenüber den bisherigen 320 CV). Die Abstimmung des Antriebs kommt dem nahe, was man von einem guten Dieselmotor verlangen kann: Die 650 Nm Drehmoment stehen bereits ab nur 1.400 U/min zur Verfügung und schieben unermüdlich bis 5.000 U/min, sodass man sich in den Sitz gedrückt fühlt, sobald der Drehzahlmesser über 3.500 U/min steigt.

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In der Praxis bedeutet all das: Ein Motor, der beim Druck auf den Startknopf kaum zu hören ist und sich sehr sanft zeigt, die sechs Zylinder sind im Lauf spürbar, und wenn wir mehr Kraft brauchen, müssen wir nur das Gaspedal durchdrücken, und er beschleunigt hervorragend, ohne auch nur ein Stück Komfort zu opfern. Kurioserweise verfügt er über einen Boost-Modus: Wer bei vollständig durchgedrücktem Gaspedal zusätzlichen Schub benötigt, erhält für kurze Zeit 20 CV mehr.

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Das Getriebe, das die gesamte Kraft vom Motor auf die Räder überträgt, ist ein 8-Gang-Automatikgetriebe, das korrekt arbeitet – Tiptronic – und viel Komfort bietet, wobei die Gangwechsel relativ schnell erfolgen. Nicht zu vergessen ist schließlich der Quattro-Antrieb, der dafür sorgt, dass keine Pferdestärke verloren geht, wenn die Kraft an alle vier Räder gesendet wird. Beim Anfahren aus dem Stand oder beim Durchfahren von Kurven ist die Funktion des Antriebs entscheidend und sorgt für ein gutes Fahrverhalten.

Fahrverhalten

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Die Leistungsdaten des Audi A7 TDI Competition lassen keinen Zweifel an seiner Sportlichkeit, insbesondere an seiner Beschleunigungsfähigkeit: Von 0 auf 100 km/h benötigt er nur 5,1 Sekunden. Beim Fahrverhalten sind vor allem die verschiedenen Fahrmodi – Auto, Efficiency, Comfort, Dynamic und Individual – hervorzuheben, die Lenkung, Gaspedalansprache, Federung und Schaltverhalten beeinflussen. Unser Fahrzeug war mit einem empfehlenswerten Extra ausgestattet, der adaptiven Luftfederung (1.980 Euro), die die Härte regelt und zwischen maximalem Komfort und einem festen, sportlichen Modus wechseln kann.

Gerade dank der Luftfederung wird der Audi A7 zu einem sehr vielseitigen Fahrzeug: Er kann auf der Straße mit hohem Komfort rollen und zugleich auf schwierigen Kurven oder bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn straff reagieren. Die Wendigkeit wird allerdings durch seine Maße und Größe eingeschränkt, vor allem auf Strecken mit schnellen Kurven, während die Beschleunigung herausragend ist.

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Betrachtet man das Verhalten auf der Autobahn, zeichnet sich der A7 durch Komfort und eine ausgezeichnete Innendämmung aus, während er auf der Landstraße ein bequemes Fahrzeug mit guter Antriebsreaktion ist, das Verbräuche von etwa 7,5 Litern auf 100 km erreicht. In der Stadt ist er ein großes Auto, doch die Technik macht es leicht zu handhaben: Er verfügt über Elemente wie die vier Rundumsichtkameras oder die verschiedenen Assistenten, mit denen sich problemlos einparken lässt.

Verbrauch

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Einer der Stärken dieses Motors ist der Kraftstoffverbrauch: Auf unserer üblichen Strecke auf der Autobahn zwischen Madrid, Vigo und zurück nach Madrid betrug der Durchschnittsverbrauch 7 Liter auf 100 km bei normaler Fahrweise und gesetzeskonformer Geschwindigkeit. Auf der Landstraße liegt der Wert zwischen 6,5 Litern auf 100 km, wenn man mit dem Gaspedal vorsichtig umgeht, und 7,5 Litern auf 100 km bei normaler, unbeschwerter Fahrweise. Die Stadt ist nicht die beste Umgebung für diesen 326-CV-Diesel, dennoch lagen die Stadtverbräuche, die wir bei unserem Verbrauchstest in Vigo ermittelten, bei etwa 10 Litern auf 100 km.

Ausstattung

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Bei der Ausstattung beginnen wir immer mit der verfügbaren Sicherheitsausstattung des Audi A7. Serienmäßig umfasst die Sicherheit: Front-, Seiten-, Kopf- und hintere Seitenairbags, Stabilitätskontrolle, Allradantrieb, automatische Notbremsung bei Kollision (Pre Sense Basic) sowie weitere Elemente. Er wurde nicht bei den EuroNCAP-Tests vorgestellt, daher liegen keine Daten vor. Die Ergebnisse eines Audi A6 oder A8 könnten jedoch richtungsweisend sein, und angesichts der Sicherheits- und Assistenzausstattung würde er vermutlich die fünf Sterne erreichen.

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Beim übrigen Ausstattungsumfang ist hervorzuheben, dass serienmäßig LED-Leuchten verbaut sind, optional aber auch die Matrix-LED-Scheinwerfer (1.050 Euro) erhältlich sind, die unser Testwagen besaß. Diese Scheinwerfer bestehen aus 21 LED-Dioden, die sich je nach Lichtverhältnissen und anderen Fahrzeugen auf der Straße ein- und ausschalten, sodass stets eine Zone ohne Blendung für andere Verkehrsteilnehmer entsteht, bei maximal ausgeleuchtetem Sichtfeld. Dank des GPS verfügt der Wagen außerdem über eine spezielle Kreuzungsbeleuchtung, die die von der GPS-Kartografie markierten Straßenkreuzungen besser ausleuchtet, ohne andere Fahrer zu stören.

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Bei der optionalen Sicherheitsausstattung sind zwei Elemente, die unser Testwagen besaß, besonders empfehlenswert (1.335 Euro): der Audi Side Assist (Totwinkelwarnung) und der Audi Active Lane Assist (aktiver Spurhalteassistent, der warnt und bei unbeabsichtigtem Spurwechsel sogar das Lenkrad leicht korrigiert). Außerdem gibt es den Querverkehrswarner hinten, ideal, um mit voller Sicherheit rückwärts aus einer Parklücke zu fahren, da die Sensoren vorbeifahrende Fahrzeuge erkennen.

Das Navigationssystem ist serienmäßig enthalten, kann aber durch Audi Connect (635 Euro) ergänzt werden. Mit einer eingelegten SIM-Karte bietet das Unterhaltungssystem Zugriff auf: Online-Kartenaktualisierung, Suche nach Sehenswürdigkeiten (POI), Verkehrsinformationen, Google Earth, Google Street View, Flug- und Zugauskünfte, Picture Book, Kraftstoffpreise, Parkplatzinformationen, Wetterdaten, Online-Streaming, Nachrichten, Stadtveranstaltungen und Reiseinformationen, unter anderem.

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Ein empfehlenswertes Extra für Akustik-Fans und zugleich für Perfektionisten ist das Soundsystem von Bang&Olufsen für 7.620 Euro, das über 15 Lautsprecher, einen Subwoofer und für jeden Lautsprecher einen eigenen Verstärkerkanal mit einer Gesamtleistung von mehr als 1.200 W verfügt. Man kann es als teuer betrachten, doch angesichts der gebotenen Klangqualität und der Preisklasse des Fahrzeugs erfüllt es die höchsten Erwartungen.

Preis des Audi A7 3.0 BiTDI Competition mit 326 CV

Der Grundpreis des Audi A7 beginnt bei 61.850 Euro, während der Audi A7 Competition ab 88.620 Euro startet. Unser Fahrzeug mit allen beschriebenen Optionen hatte allerdings einen Endpreis von 105.245 Euro.

Meinung und persönliche Bewertung

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Ich habe den Test damit begonnen, dass man mit diesem Audi A7 BiTDI Competition mit 326 CV keinen Benzinmotor braucht, und nach mehr als 2.000 Kilometern am Steuer dieses A7 bestätige ich das. Ein sehr sportliches Auto belastet meist den Verbrauch oder ist im Alltag wenig praktisch, was bei unserem Protagonisten nicht der Fall ist: Er kann sanft dahinrollen und unermüdlich Kilometer abspulen, drückt uns aber auch in den Sitz und bietet Adrenalin – allerdings mit Diesel im Tank.

Ein durchschnittlicher Verbrauch von 7 Litern auf 100 km auf der Autobahn ist für eine Limousine wie diese wirklich moderat, vor allem, wenn man die 326 CV bedenkt, die mit einem Tritt aufs Gaspedal verfügbar sind. Gefallen hat uns die Laufruhe des Antriebs und das sanfte Rollen, auch wenn seine Maße und Größe eine gewisse Agilität kosten, die ein radikaler gebautes Fahrzeug hätte. Auch das auffällige, sportliche Außendesign und der Innenraum mit hochwertigen Materialien überzeugen.

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Schließlich kann die Ausstattung so umfangreich sein, wie man Extras hinzufügen möchte. In Sachen Sicherheit gibt es ein ganzes Spektrum an Assistenten und empfehlenswerten Elementen wie die MatrixLED-Scheinwerfer, die eine herausragende Ausleuchtung bieten, oder die Assistenten für den toten Winkel und für unbeabsichtigten Spurwechsel.

Kurz gesagt: Dieser Audi A7 BiTDI Competition mit 326 CV ist sehr vernünftig und praktisch für alle, die gerne Kilometer machen und dabei nicht auf eine mehr als wirksame sportliche Note verzichten wollen, sowohl am Steuer als auch im Außendesign.

Fotos | Testteam


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