Test des Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé: Komfort, Effizienz und überraschende Dynamik

Óscar Sanz     28 October 2026     17 min.
Test des Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé: Komfort, Effizienz und überraschende Dynamik

Mit 313 PS, Allradantrieb 4MATIC, einer Batterie mit 31,2 kWh Bruttokapazität und 130 Kilometern homologierter elektrischer Reichweite verfügt der Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé über eine besonders ambitionierte technische Basis.

Der Markt ist voll von Plug-in-Hybriden, die auf dem Papier alles zu bieten scheinen. Hohe Leistungen, immer größere elektrische Reichweiten, Umweltplakette „0“ und praktisch vernachlässigbare Normverbrauchswerte sind zu gängigen Verkaufsargumenten geworden, besonders bei Premium-SUV. Wirklich schwierig ist es, dass all diese Technik als stimmiges Ganzes funktioniert und das zusätzliche Gewicht von Batterie und Hybridsystem den Charakter des Autos nicht bestimmt.

Nach dem Fahren des Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé bleibt genau dieser Eindruck: Mercedes-Benz hat sich nicht darauf beschränkt, eine große Batterie und einen Elektromotor in eines seiner wichtigsten SUV einzubauen. Es ist gelungen, dass das Hybridsystem Teil der Persönlichkeit des Autos ist.

Eine Eigenschaft stellt sich schon nach den ersten Kilometern über alle anderen: der Komfort. Der GLC ist außergewöhnlich leise, sehr gut gedämmt und ermöglicht es, lange Strecken mit einer Leichtigkeit zurückzulegen, die für ein SUV dieser Größe fast untypisch ist. Ihn jedoch nur als großen Reisewagen zu bezeichnen, wäre ebenfalls nicht gerecht. Sobald man die Autobahn verlässt, steigt das Tempo, Kurven tauchen auf, und seine Abstimmung offenbart eine zweite, weitaus interessantere Seite als erwartet.

Genau hier beginnt dieser GLC zu zeigen, warum er für uns einer der vollständigsten Plug-in-Hybride ist, die wir bisher getestet haben.

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Design und Abmessungen: ein Coupé-SUV von fast 4,8 Metern

Das GLC Coupé ist die sportlichere Alternative zum regulären GLC. Die Philosophie ist bekannt: die Sitzposition, die Präsenz und einen Großteil der Praktikabilität eines SUV beibehalten, jedoch in eine Karosserie mit flacher abfallender Dachlinie und optisch leichterem Heck hüllen.

In dieser Generation funktioniert die Formel besonders gut. Es wirkt nicht wie ein gewöhnlicher GLC, dessen Dach lediglich verändert wurde, sondern wie eine Karosserie, deren Proportionen von Beginn an sorgfältig gestaltet wurden.

Unser Testwagen misst 4.769 mm in der Länge, 1.920 mm in der Breite und 1.606 mm in der Höhe, mit einem großzügigen Radstand von 2.888 mm. Die Präsenz auf der Straße ist beachtlich, doch das abfallende Dach und die recht glatten Karosserieflächen lassen das Gesamtbild schlanker erscheinen. Der Luftwiderstandsbeiwert kann einen cw-Wert von 0,27 erreichen, eine besonders gute Zahl für ein SUV dieses Volumens. Mercedes hat zudem gezielt an der Aeroakustik des Modells gearbeitet, mit einer serienmäßigen Akustikverglasung an der Windschutzscheibe und zusätzlichen Dämmmaßnahmen, um Roll- und Windgeräusche zu reduzieren.

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Das Coupé-Design hat naturgemäß praktische Konsequenzen. Bei den Plug-in-Hybrid-Versionen bietet der Kofferraum 390 Liter, die sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen auf 1.335 Liter erweitern lassen. Diese Zahl liegt deutlich unter den 545 Litern der nicht steckbaren Versionen, doch hier wirken zwei Faktoren zusammen: die Form der Karosserie und der Platz, den eine Batterie von beachtlicher Größe einnimmt. Die elektrische EASY-PACK-Heckklappe ist Teil des praktischen Konzepts des Modells.

Dies ist wohl einer der wenigen Bereiche, in denen der GLC 300 e einen offensichtlichen Kompromiss verlangt.

Ein Innenraum, der den Komfort weiterhin in den Vordergrund stellt

Beim Öffnen der Tür wird die Positionierung des Autos deutlicher. Mercedes setzt nicht auf einen minimalistischen Innenraum im Stil mancher neuerer Elektroautos, sondern auf eine eher traditionelle Interpretation des technologischen Luxus: sorgfältig gewählte Materialien, Ambientebeleuchtung, eine aufwendige Gestaltung und zwei große Bildschirme, die das Cockpit ordnen, ohne auf ein gewisses Gefühl von Opulenz zu verzichten.

Vor dem Fahrer befindet sich ein volldigitales, vollständig konfigurierbares Kombiinstrument mit 12,3 Zoll, während in der Mitte des Armaturenbretts das große vertikale Display des MBUX-Systems erscheint, leicht zum Fahrer ausgerichtet. Die Klimatisierung wird über dieses Display bedient, eine optisch sehr aufgeräumte Lösung, wobei wir weiterhin der Meinung sind, dass einige Funktionen mit physischen Bedienelementen einfacher zu nutzen wären. Mercedes ermöglicht außerdem die kabellose Integration von Apple CarPlay und Android Auto.

Die wahrgenommene Qualität ist hoch und vor allem zeigt sich ein klarer Wille, Atmosphäre zu schaffen. Zierleisten, Beleuchtung und unterschiedliche Oberflächen formen einen Innenraum, der deutlich aufwendiger wirkt als der vieler Konkurrenten, die sich unter dem Vorwand des Minimalismus für übermäßig schlichte Innenräume entschieden haben.

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Das Wichtigste im Innenraum sind jedoch nicht die Bildschirme. Es sind die Sitze.

Die Sitzposition ist ausgezeichnet und ermöglicht es, schnell eine natürliche Haltung zu finden. Unser Testwagen verstärkte dieses Komfortgefühl zusätzlich mit einer besonders umfangreichen Ausstattung. Mercedes bietet Multikontursitze mit pneumatischen Seitenwangen, Lendenwirbelstütze und verschiedenen Massageprogrammen, außerdem Sitzheizung und Belüftung für die vorderen Plätze. Auch hinten können beheizbare Sitze bestellt werden.

Das sind Elemente, die im Ausstattungskatalog wie Zubehör wirken mögen, aber an Bedeutung gewinnen, sobald man mehrere hundert Kilometer zurücklegt. Der GLC ist so konzipiert, dass Fahrer und Beifahrer eine lange Reise weniger ermüdet beenden als in vielen anderen SUV ähnlicher Größe.

Und das ist eine weitaus wichtigere Eigenschaft als jeder grafische Effekt eines Bildschirms.

MBUX, Head-up-Display und ein hochwertiges Soundsystem

Das MBUX-System bietet eine große Menge an Informationen und Individualisierungsmöglichkeiten. Das digitale Kombiinstrument kann seine Darstellung je nach gewähltem Modus verändern, und das optionale Head-up-Display projiziert Geschwindigkeit, Navigation und weitere Informationen direkt in das Sichtfeld.

Auf Reisen ist diese Integration besonders interessant, da wichtige Informationen abgerufen werden können, ohne den Blick zu sehr von der Straße zu nehmen.

Optional erhältlich ist außerdem das Soundsystem Burmester 3D Surround mit 15 Lautsprechern und 710 W Leistung, kompatibel mit Dolby Atmos. Es ist eine dieser Optionen, die gut zu einem Auto passen, dessen Fahrgeräuschniveau es erlaubt, eine gute Audioanlage deutlich wahrzunehmen.

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Mercedes bietet zudem Funktionen wie das AIR-BALANCE-Paket, das Duften, Ionisieren und Filtern der Luft kombiniert, sowie Speicherfunktionen für Sitz, Lenksäule, Außenspiegel und Head-up-Display. Diese Technologien verändern zwar nicht das Fahrverhalten, tragen aber zu dem Eindruck eines Autos bei, das für viele Stunden im Innenraum gedacht ist.

Rücksitze: besser, als seine Silhouette vermuten lässt

Die Coupé-Karosserie könnte vermuten lassen, dass die hinteren Plätze stark eingeschränkt sind, doch der Radstand von 2.888 mm sorgt für zufriedenstellenden Längsraum.

Zwei Erwachsene können hinten bequem reisen, und das allgemeine Raumgefühl ist gut, besonders wenn das Fahrzeug mit dem Panoramadach ausgestattet ist. Mercedes hat die nutzbare Fläche dieses Dachs gegenüber dem GLC SUV gerade deshalb vergrößert, um die Helligkeit und das Raumgefühl im Innenraum zu verbessern.

Der abfallende Dachverlauf macht sich eher bei der Kopffreiheit bemerkbar als beim Beinraum, doch nicht so stark, dass die Rücksitze unbrauchbar würden. Er bleibt ein vollwertiges Familienauto mit fünf Sitzen, wobei, wie bei fast allen Modellen dieser Art, vier Personen deutlich bequemer reisen als fünf.

Der Mittelplatz ist nutzbar, bietet aber weniger Komfort und Breite und eignet sich daher eher als Notlösung.

Die wahre Besonderheit des GLC 300 e liegt unter dem Innenraum

Nachdem das Auto als SUV analysiert wurde, geht es nun um den Teil, der diese Version wirklich auszeichnet: das Plug-in-Hybridsystem.

Mercedes kombiniert einen Vierzylinder-Benzinmotor mit 1.999 cm³, Turbolader und Direkteinspritzung, der 204 PS und 320 Nm liefert, mit einem Elektromotor mit 136 PS und 440 Nm.

Die kombinierte Maximalleistung beträgt 313 PS bei 550 Nm Drehmoment, verwaltet über ein Neungang-Automatikgetriebe und den Allradantrieb 4MATIC.

Das Ergebnis sind sehr respektable Fahrleistungen für ein Auto dieses Konzepts: 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden und 220 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Doch sich nur auf diese Zahlen zu konzentrieren, würde einen Großteil des technischen Reizes des GLC verfehlen.

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Der Elektromotor liefert eine nahezu unmittelbare Reaktion und sorgt dafür, dass das Auto bei Gaspedalbetätigung sehr kräftig anspricht. Beim Überholen oder Einfädeln stehen die 550 Nm schnell genug zur Verfügung, sodass selten ein Gefühl von Anstrengung entsteht, selbst angesichts der 2.360 kg Leergewicht, die für diese Version angegeben werden.

Auch das Zusammenspiel beider Antriebe ist besonders gelungen. Bei ruhiger Fahrweise ist kaum zu erkennen, wann der Verbrennungsmotor anspringt, und solange nicht die volle verfügbare Leistung abgerufen wird, ist er sehr gut vom Innenraum isoliert.

Es wirkt nicht wie ein Auto mit zwei unterschiedlichen Antriebssystemen, sondern wie eine einzige, sehr gut abgestimmte Antriebseinheit.

31,2 kWh Batterie: hier liegt einer der Schlüssel des Autos

Der zweite große Unterschied zu vielen Plug-in-Hybriden liegt in der Batterie.

Wir sprechen von 31,2 kWh Bruttokapazität und 23,4 kWh nutzbarer Kapazität, einer für einen PHEV außergewöhnlich hohen Energiemenge, die ausreicht, um in dieser Ausführung 130 Kilometer elektrische WLTP-Reichweite zu homologieren.

Diese Zahl verändert die Logik des Autos vollständig.

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Ein Plug-in-Hybrid mit realen 30 oder 40 Kilometern elektrischer Reichweite zwingt dazu, praktisch täglich zu laden, um sein System zu nutzen. Mit mehr als 20 nutzbaren kWh gehört der GLC in eine andere Kategorie: Viele Nutzer könnten die meisten ihrer alltäglichen Fahrten ohne einen Tropfen Benzin zurücklegen und den Verbrennungsmotor für Langstrecken aufsparen.

Und genau dafür eignet er sich wohl am besten.

Die Batterie akzeptiert 11 kW Wechselstrom und kann in etwa 2,5 Stunden vollständig geladen werden, und sie erreicht 60 kW Gleichstrom. Die Schnellladefähigkeit ist besonders interessant, da sie bei Plug-in-Hybriden nach wie vor nicht üblich ist.

Der GLC soll nicht zu einem Elektroauto werden, das ausschließlich über Schnelllader reist, doch er ermöglicht es, während einer Pause einen Großteil der Reichweite zurückzugewinnen und seine außergewöhnliche elektrische Laufruhe erneut zu genießen.

Die Stille ist eine seiner besten Eigenschaften

Nach einigen Kilometern setzt sich etwas durch, das wichtiger ist als die technischen Daten: wie leise dieses Auto ist.

Im Elektromodus herrscht natürlich praktisch kein mechanisches Geräusch. Das ist an sich nicht besonders bemerkenswert. Bemerkenswert ist, dass auch Wind- und Abrollgeräusche ebenso gut unterdrückt werden. Mercedes hat gezielt an der Aeroakustik des GLC Coupé gearbeitet, die Karosseriedämmung verstärkt und eine serienmäßige Akustikwindschutzscheibe verbaut. Das Ergebnis ist im Innenraum deutlich spürbar. Selbst bei Autobahngeschwindigkeit kann man in normaler Lautstärke sprechen, und vorherrschend ist das Gefühl von Isolation.

Wenn der Verbrennungsmotor zugeschaltet wird, wird diese Ruhe kaum beeinträchtigt. Nur bei starker Beschleunigung wird er deutlich hörbar. All das mag im Vergleich zu Leistungs- oder Reichweitenangaben nebensächlich erscheinen, doch genau das unterscheidet ein gutes Auto von einem, das sich nach drei oder vier Stunden Fahrt tatsächlich angenehm anfühlt.

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AIRMATIC: Komfort hängt nicht allein von einer weichen Federung ab

Unser Testwagen war mit der Luftfederung AIRMATIC ausgestattet, einem der Systeme, die unseren Eindruck des Autos am stärksten positiv beeinflussten.

Es sei angemerkt, dass nicht alle Einheiten des GLC 300 e diese Konfiguration aufweisen. Die Basisausstattung dieser Version kann mit Schraubenfedern und ohne Hinterachslenkung ausgeliefert werden; die beiden Systeme unseres Wagens gehören zu einer höherwertigen Ausstattung.

AIRMATIC beschränkt sich nicht darauf, das Ansprechverhalten der Federung zu mildern. Mercedes nutzt die Niveauregulierung auch zur Optimierung der Aerodynamik und kann das Fahrzeug bei entsprechenden Fahrbedingungen tiefer halten. Auch ein Anheben der Karosserie ist möglich, wenn bessere Bodenfreiheit benötigt wird.

Auf der Straße zählt jedoch vor allem das Ergebnis.

Und das ist hervorragend.

Der GLC überrollt beschädigte Fahrbahnen mit außergewöhnlicher Gelassenheit. Dehnungsfugen, kleine Schlaglöcher oder Belagswechsel werden ohne harte Stöße gefiltert, und anders als bei anderen SUV, die Komfort durch übermäßig weiche Dämpfung suchen, entsteht hier kein ständiges Schwimmgefühl.

Das Auto filtert, behält aber auch die Kontrolle.

Die Hinterachslenkung lässt 4,77 Meter kleiner wirken

Das zweite zentrale Element unseres Testwagens war die Hinterachslenkung, die die Hinterräder um bis zu 4,5 Grad einschlagen kann.

Unterhalb von 60 km/h drehen sich die Hinterräder gegensinnig zu den Vorderrädern, wodurch der Radstand virtuell verkürzt wird und das Auto deutlich handlicher wird. Oberhalb dieser Geschwindigkeit können sie gleichsinnig zu den Vorderrädern eingeschlagen werden, was den Radstand virtuell vergrößert und die Stabilität verbessert. Mercedes gibt an, dass dieses System den Wendekreis um etwa 90 Zentimeter verringert.

Bei einem SUV von fast 4,8 Metern ist der Unterschied deutlich spürbar.

Man merkt es beim Einparken, aber auch auf einer schmalen Landstraße. Das Auto reagiert mit einer Unmittelbarkeit, die man angesichts seiner Größe von außen nicht erwartet.

Und hier beginnt die andere große Überraschung des GLC.

Deutlich dynamischer, als seine 2.360 Kilo vermuten lassen

Ein Plug-in-Hybrid mit 2.360 kg hat ein offensichtliches Problem: die Physik.

Die Batterie erhöht die Masse, und diese Masse verschwindet nicht durch noch so viel Elektronik. Entscheidend ist, dass der Fahrer sie nicht ständig wahrnimmt.

Mercedes gelingt das recht erfolgreich.

Der GLC wechselt seine Lage schnell, hält die Karosseriebewegungen unter Kontrolle und erlaubt ein höheres Tempo, ohne dass er sich sofort schwerfällig anfühlt. Bei Grenzbelastung ist das Gewicht natürlich spürbar, doch auf einer zügig gefahrenen Landstraße ist das Verhalten deutlich natürlicher als erwartet.

Die Hinterachslenkung hilft, arbeitet aber nicht allein. Federung, 4MATIC-Allradantrieb und die sofortige Kraftentfaltung des Elektromotors bilden eine besonders harmonisch abgestimmte Einheit.

Der Kurveneinlauf ist präzise, das Auto liegt sicher auf der Straße und die Traktion beim Herausbeschleunigen ist hervorragend. Die 313 PS erlauben müheloses Beschleunigen, doch es entsteht nicht der Eindruck, ein SUV zu fahren, das Sportlichkeit nur durch eine künstlich schwergängige Lenkung oder einen übermäßig aggressiven Sportmodus vortäuscht.

Der GLC bleibt auch bei zügiger Fahrt ein kultiviertes Auto.

Und genau darin liegt sein Verdienst.

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Ein Auto, das den Modus wechseln kann, ohne seinen Charakter zu verlieren

Die beste Zusammenfassung seines Verhaltens ergibt sich aus dem Vergleich zweier völlig unterschiedlicher Situationen.

Auf der Autobahn kann der GLC 300 e Kilometer nahezu lautlos zurücklegen, die Federung isoliert die Insassen, und das Hybridsystem steuert die Energie, ohne dass der Fahrer eingreifen muss.

Auf einer Landstraße, nur wenige Minuten später, kontrolliert dieselbe Federung die Karosseriebewegungen präzise, die Hinterachslenkung sorgt für rasches Einlenken in Kurven, und die 550 Nm sorgen für eine kräftige Reaktion, sobald wieder Gas gegeben wird. Er wird nicht plötzlich zum Sportwagen. Das wäre absurd, wenn man es von einem 2.360 kg schweren Plug-in-SUV verlangt. Er zeigt lediglich, dass Komfort und gutes dynamisches Verhalten sich nicht ausschließen müssen.

Effizienz: genauso wichtig wie die 313 PS

Die dritte große Überraschung während des Tests war die Effizienz.

Der homologierte Wert von 0,5 l/100 km und 12 g/km CO₂ dieser Version basieren auf dem WLTP-Messverfahren für Plug-in-Hybride und sind nicht als dauerhafter Verbrauch unter realen Bedingungen zu verstehen. Sie hängen unmittelbar davon ab, mit wie viel Energie in der Batterie die Fahrt begonnen wird.

Während einer der Testfahrten über 101 Kilometer in 57 Minuten verzeichnete der GLC 300 e einen Durchschnittsverbrauch von 4,2 l/100 km und 16,8 kWh/100 km, bei einem Anteil von 65 % der Strecke im Elektromodus. Ein besonders aussagekräftiger Wert, wenn man bedenkt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit 106 km/h betrug, was die Fähigkeit des Hybridsystems bestätigt, auch bei schnellen, nicht ausschließlich städtischen Strecken einen hohen elektrischen Anteil zu halten.

Was wir nach der Fahrt sagen können, ist, dass seine Effizienz angesichts der Größe, der 313 PS und vor allem der 2.360 kg, die es bewegen muss, überraschend ist.

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Ein PHEV, der Sinn ergibt, wenn man ihn als PHEV nutzt

Eine Batterie dieser Größe wirft außerdem eine wichtige Frage auf. Der GLC 300 e ergibt vor allem für jemanden Sinn, der ihn regelmäßig laden kann.

Mit 130 WLTP-Kilometern kann ein Fahrer mit einer heimischen Ladestation einen großen Teil seiner Alltagsfahrten elektrisch zurücklegen und hat bei einer langen Reise trotzdem einen Benzinmotor zur Verfügung. In diesem Szenario vereint er viele Vorteile eines Elektroautos und vermeidet einen Großteil seiner Nachteile. Wird er hingegen nie aufgeladen, verliert man einen wesentlichen Teil dessen, was diese Version besonders macht, und trägt eine große Batterie mit sich herum, ohne sie so zu nutzen, wie sie konzipiert wurde. Das ist kein Fehler des Autos, sondern eine Frage der Passung zwischen Technik und Nutzung.

Fazit: wohl der vollständigste SUV-PHEV, den wir getestet haben

Der Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé hat uns überzeugt, weil es schwer ist, einen grundlegenden Aspekt des Fahrerlebnisses zu finden, in dem er eindeutig schwächelt.

Seine Batterie ist für einen Plug-in-Hybrid enorm und ermöglicht eine wirklich nützliche elektrische Reichweite. Die 313 PS sorgen für mehr als ausreichende Fahrleistungen, die mit einer Laufruhe einhergehen, die perfekt zum Charakter des Autos passt. Die Geräuschdämmung ist hervorragend, und der Innenraum bietet die Qualität, die Technik und vor allem den Komfort, den man von einem Premium-SUV erwartet, das für lange Strecken gedacht ist.

Was ihn jedoch über viele andere PHEV hebt, zeigt sich bei der Analyse des Fahrwerks.

Unser Testwagen mit AIRMATIC und Hinterachslenkung ließ ein 4,77 Meter langes und 2.360 kg schweres SUV deutlich leichter und handlicher wirken, als diese Zahlen vermuten lassen. Und das geschah, ohne auf das zu verzichten, was vielleicht die beste Eigenschaft des GLC ist: seinen außergewöhnlichen Fahrkomfort.

Er hat nicht den größten Kofferraum seiner Klasse, und all diese Raffinesse hat zwangsläufig ihren Preis. Er kann sein Gewicht auch nicht vollständig verbergen, wenn man ihn wirklich fordert. Doch das sind relativ kleine Zugeständnisse innerhalb eines außergewöhnlich ausgewogenen Gesamtpakets.

Nachdem wir zahlreiche Plug-in-Hybride gefahren haben, wirkten nur wenige so durchdacht in allen Bereichen. Bei elektrischer Reichweite, Effizienz, Laufruhe, Komfort, Fahrleistungen und dynamischem Verhalten ist der Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé wohl einer der besten SUV-PHEV, die wir bisher gefahren sind.

Technisches Datenblatt Mercedes-Benz GLC 300 e 4MATIC Coupé

Merkmal Wert
Karosserie Coupé-SUV, 5 Türen
Sitzplätze 5
Benzinmotor 4 Zylinder in Reihe, Turbo, Direkteinspritzung
Hubraum 1.999 cm³
Leistung Verbrennungsmotor 204 PS / 150 kW bei 6.100 U/min
Drehmoment Verbrennungsmotor 320 Nm zwischen 2.000 und 4.000 U/min
Elektromotor Synchron, vorn längs eingebaut
Leistung Elektromotor 136 PS / 100 kW
Drehmoment Elektromotor 440 Nm
Gesamtleistung 313 PS / 230 kW
Maximales Gesamtdrehmoment 550 Nm
Getriebe Automatik, 9 Gänge
Antrieb Allrad 4MATIC
0-100 km/h 6,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Batterie Lithium-Ionen
Bruttokapazität 31,2 kWh
Nutzbare Kapazität 23,4 kWh
Elektrische Reichweite WLTP 130 km
Kombinierter Verbrauch WLTP 0,5 l/100 km
CO₂-Emissionen WLTP 12 g/km
Umweltplakette DGT 0 Emissionen
Maximale Ladeleistung AC 11 kW
Maximale Ladeleistung DC 60 kW
Ladezeit AC mit 11 kW 2,5 Stunden
Länge 4.769 mm
Breite 1.920 mm
Höhe 1.606 mm
Radstand 2.888 mm
Gewicht 2.360 kg
Kofferraum 390-1.335 Liter
Kraftstofftank 49 Liter
Luftwiderstandsbeiwert cw 0,27
Bodenfreiheit 158 mm
Federung des getesteten Fahrzeugs AIRMATIC Luftfederung
Lenkung des getesteten Fahrzeugs Hinterachslenkung bis 4,5 Grad


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